Rom


Rom, Banca d'Italia, Via Nazionale. Ausgestellt im inneren Hof der Bank von Italien. Antinoos Dionysos. Gefunden 1886 an Ort und Stelle im Laufe der Konstruktion des Gebäudes. (1. Bild frühere Position, 2. Bild heutige Stelle) «Questo ritratto può riguardarsi come uno di quelli che le espressero più al vero» (Carlo Ludovico Visconti, 1886)


Rom, Castel Sant´Angelo, Inv. Nr. 130. Wahrscheinlich bei Ausgrabungen zum Beginn des 20. Jh. gefunden. Der Kopf könnte Teil einer Kolossalgruppe gewesen sein.

Rome, Palazzo Massimo alle Terme. Dauerleihgabe des Instituto Bancario Italiano (heute: Cariplo). Gefunden im Oktober 1907 bei Lanuvium (nahe Rome). Antinoos als Silvanus. Auf dem Altar in Griechisch: Αντωνιανος Αφροδισιευσ Εποιει - Gemacht von Antonianos von Aphrodisias. «Questa opera d'arte non ha bisogno di parole di lode, poiche bella di per se stessa» (Giulio Emanuele Rizzo, 1908)


Rom, Santa Maria del Popolo, Kapelle Chigi. "Jonas mit dem Wal", Marmorstatue von Lorenzetto, 1520 begonnen. Offensichtlich vom Kopf des Antinoos-Farnese von Neapel inspiriert.


Rom, Centrale Montemartini. Ausgestellt. 1876 von der Villa Aldobrandidni erworben. Aus den Sammlungen des Konservatorenpalast. Vorherige Herkunft unbekannt.
Bild Nr. 1 © by simon knight/mansionmedia (Flickr.com)




Rom, Centrale Montemartini, Nr. MC 02305. Ausgestellt. Büste einer Statue. Gefunden 1932 während des Baus der "Via del Imperio", zusammen mit ihrem linken Bein und ihrer Basis - diese beide Teile sind heute verschollen. Aus den Sammlungen des Konservatorenpalast. «Le guance piene e gli occhi stretti ed allungati con l'espressione di languida tristezza» (Domenico Mustili, 1933)


Rom, Museo Capitolino, Galleria, Inv. Nr. MC0294. Ausgestellt. Im Dezember 1733 vom Kardinal Albani erworben, und in der Galerie ununterbrochen seit 1734 ausgestellt. «Ha la tipica espressione pensosa del giovane favorito di Adriano» (Settimo Bocconi, 1930)

Rom, Museo Capitolino, Sala del Galate moribondo, Inv. Nr. MC 0741, Kapitolinischer Antinoos. Ausgestellt. Gefunden 1723/24 an unbekanntem Ort, möglicherweise in der Villa Hadriana. Bei weitem die berühmteste Statue des Antinoos von ihrer Entdeckung bis zum Ende des 19. Jh. Nach einer langen Debatte unter den Gelehrten wurde die Statue letztendlich um die Jahrhundertwende für die eines Hermes erklärt und geriet in der Folge innerhalb von ein paar Jahrzehnten nahezu in Vergessenheit. Unzählige Kopien wurden für Sammler bis zum heutigen Tag hergestellt, in Lebensgröße und in unterschiedlichen Verkleinerungen, in Marmor und Bronze, sowie Gipsabgüsse. «L'air pensif calme, affectueux, le charme indéfinissable, ce front uni et serein ; la forme heureuse des sourcils ; le contour élégant de la ligne que forment ces lèvres en se fermant ; l'harmonie de tous les traits ; en un mot, et l'ensemble, et chaque partie prise séparément, nous présentent un homme sans pareil» (Gaspard Lavater, 1807)

Rom, Kapitolinisches Museum. Pirro Ligorio (circa 1510 -1583) grub in der Villa Adriana in dem Gebiet, das er Palestra nannte, drei Halbstatuen aus rotem Marmor aus, deren Köpfe vollständig rasiert waren und Olivenzweige trugen und die er als Athleten interpretierte. Aber Serena Ensoli Vittozzini hat kürzlich die Büsten als typische Priester der Göttin Isis interpretiert oder als Büsten des Antinoos, der als Priester der Göttin Isis agiert. Diese Köpfe sind heute in Kapitolinischen Museum in Rome, im Museo Archeologico Nazionale von Venedig und im Musée du Louvre in Paris.

Rom, Museo Nazionale Romano, Inv. Nr. 128576. Nicht ausgestellt. Kopf des Antinoos, gelegentlich bestritten, gefunden in Tivoli und aus der Sammlung Mariglia erworben. «Künstlerisch ziemlich wertlose Arbeit» (Christoph Clairmont, 1966)



Rom, Palazzo Altemps, Inv. Nr. MNR 8620. Ausgestellt im Erdgeschoss. Der Kopf ist modern, die Herkunft der Büste unbekannt. «Un busto nudo di eccelente lavoro. La testa sovrapposta a questo pregiabilissimo busto è moderna e cattiva» (Heinrich Meyer, 1830)


Rom, Palazzo Cingolani-Spinola (Privat-Sammlung). Angeblich gefunden 1831-1834 in Ostia. «La bocca, viva e dalle labbra carnose, accenna ad un pacato sorriso» (Giandomenico Spinola, 1995)


Rom, Palazzo Massimo alle Terme, Inv. Nr. 341. Ausgestellt im Saal 2. Kopf des Antinoos, wahrscheinlich als Priester des Attis. Gefunden in Ostia, Campo della Magna Mater, im Frühjahr 1869. «Il volto è molto giovanile, la bocca ha labbra sinuose, ma non cosi tumide come nei ritratti più realistici ; anche l'ovale è ingentilito» (Bianca Maria Felletti, 1953)


Rom, Palazzo Massimo alle Terme, Inv. Nr. 1192. Ausgestellt im Saal V. Gefunden in der Villa Hadriana. «Der Kopf strahlt so viel Göttlichkeit aus, daß man das Porträt in ihm geradezu suchen muß. Das Pathos bricht aus den Augen» (Theodor Kraus, 1959)

Rom, Triumphbogen des Konstantin. Medaillon, das zusammen mit sieben anderen zur Zeit Hadrian angefertigt und in diesem Tor unter der Herrschaft des Konstantin wiederverwendet wurden. Antinoos ist auf der linken Seite dieser Jagdszene zu sehen. Die zwei Bilder auf der rechten Seite sind Abgüsse dieses Kopfes.

Rom, Villa Albani (Privat-Sammlung), Inv. Nr. 290. Stark restaurierte Büste, mit anscheinend zugehörenden Fragmenten. Unbekannte Herkunft. «Nous voyons dans cette sculpture un des portraits les mieux conservés du jeune Bithynien» (Pietro Ercole Visconti, 1870)

Rom, Villa Albani (Privat-Sammlung), Inv. Nr. 1013. Relief , von unbekannter Herkunft, ungefähr Mitte des 18. Jh. mit einem derzeitigen Antinoos-Kopf willkürlich ergänzt. «La cabeza, por cierto, es magnífica. Las mejillas, los ojos, las cejas son impecables. Los cabellos sobre la frente, el rostro y la nuca son exelentes» (Francisco de la Maza, 1966)

Rom, Villa Albani (Privat-Sammlung). Gefunden 1735 in der Villa Hadriana. Sofort erworben von Kardinal Alessandro Albani, daher seit dem Ende des 18. Jh. als "Albani Relief" bezeichnet. Die Villa Albani gehört seit 1866 dem Haus Torlonia. Das Relief steht immer noch unter den gleichen Namen genau an dem gleichen Platz, wo der Kardinal es 1760/62 aufstellen ließ. «Questo singolarissimo bassorilievo può dirsi con sicurezza miracolo dell'Arte statuaria» (Domenico-Augusto Bracci, 1784)
Siehe ebenfalls die Replik auf unserer Kopienseite


Rom, Villa Borghese. Ausgestellt. Kopf auf einer nicht zugehörigen Büste.

Rom, Palazzo Doria-Pamphili. Ausgestellt. Moderne Büste des Antinoos als Bacchus.
Sevilla (Spanien)

Sevilla, Casa de Pilatos. Nicht ausgestellt. Wenig bekannter Kopf des Antinoos auf nicht zugehöriger Büste. Wahrscheinlich von Don Per Afán Enriquez de Ribera III (1509 - 1572) erworben, als er seit 1559 Vizekönig von Spanien in Neapel war und nach seinem Tod nach Sevilla gesandt. In der Mitte des 17. Jh. ging das Eigentum des Hauses Ribera an das Haus Medinaceli über, heutige Eigentümer des Casa de Pilatos. «Puede contarse entre los retratos selectos de Antinoo» (Manuel Gómez Moreno & José Pijoán, 1912)
Stockholm

Stockholm, Königspalast, Gustav III. Museum der Antiken. Kleinere Stein-Gallerie, Nr. 56. Während seines Besuches in Italien im Jahre 1792 kaufte der schwedische König Gustav III über 150 römische Marmorskulpturen, die zur Sammlung des Giovanni Battista (Giambattista) Piranesi (1720-1778) gehörten und seinem Sohn Francesco abgekauft wurden. Die Sammlung Gustav III wurde für die Öffentlichkeit 1794 geöffnet. Heute, nach vielen Veränderungen, wird die gesamte Sammlung genau in der gleichen Weise gezeigt wie damals, - der Antinoos auf einer Halbsäule am Ende der Gallerie. Von der Büste ist nur die rechte Schulter, die in der Villas Hadriana ausgegraben wurde, antik. Ihr Vergleich mit einer aus Florenz ermöglichte ihre Identifikation und Restauration durch eine italienische Werkstatt. Diese Büste des Antinoos wird im Katalog, der 1792 von Giuseppe Angelini, einem neoklassischen Bildhauer, der Giambattista Piranesi half einige der Marmorstücke der Sammlung zu restaurieren, aufgelistet mit der Nummer 37 unter den Objekten, die vom schwedischen Monarchen gekauft wurden. Der Katalog wurde publiziert in Rossana Caira Lumetti: “La cultura dei Lumi tra Italia e Svezia. Il ruolo di Francesco Piranesi, Roma 1990".



Stockholm. Siegel mit Antinoos-Kopf. Gehörte angeblich einem christlichen Bischof aus dem 14. Jh. Schwedische Staats-Archive, bekannt seit Mitte des 14. Jh.
St. Petersburg



St. Petersburg, Eremitage, Inv. Nr. A.27. Ausgestellt. Angeblich 1768 in der Villa Hadriana gefunden


St. Petersburg, Eremitage. Inv. Nr. A.30. Gefunden (ohne die Flügel, die modern sind) in der Villa Hadriana, 1769. Gekauft in Rom 1777 für die Eremitage.



St. Petersburg, Eremitage, Inv. Nr. A 431. Erworben 1862 aus der Campana-Sammlung in Rom. «Buste magnifique d'Antinoüs : il est difficile de voir un antique d'un style plus pur» (Henry d'Escamps, 1856)



St. Petersburg, Sommer Garten. Antinoos (1722) aus dem Atelier des italienischen Bildhauers Francesco Penso, genannt Cabianca oder Ca'Bianca (Venedig, 1665-1737).

Tarent (Italien)



Tarent, Museo Archeologico. Der Kopf wurde 1957 während der Ausgrabungen in Brindsi, Via Casimiro, gefunden. «Una bella testa di Antinoo» (Nevio Degrassi, 1957)

Tarragona (Spanien)


Tarragona, Museu Nacional Arqueològic; Inv. N.: MNAT 45406, in der Ausstellung. Statue (95 cm hoch), in weißem oarischen Marmore, von der römischen Villa von "Els Munts", nahe Altafulla (Tarragonès), die Residenz einer prominenten Person aus der Provinzialverwaltung des Hispania Citerior. Der Kopf wurde am 20. August 1968 im Wassertank der Villa gefunden, wo er bald nach der ersten Erlaß von Theodosius von 382 versteckt wurde, der heidnische Kulte verbot. Der Rest der Statue wurde im Bereich der Räume am Kryptoporticus der Villa gefunden - während der vergangenen Grabungskampagnen, die auf dem Gebiet dieses wichtigen archäologischen Komplexes stattfanden, innerhalb der Grenzen der römischen Stadt Tarraco (dem modernen Tarragona). «La posición de la cabeza, ligeramente alzada y vuelta hacia la derecha, de una forma algo patética, la diferencia de otras imágines del mismo personaje» (Eva Maria Koppel, 1993).

Toronto

Toronto, Royal Ontario Museum, Inv. Nr. 925.23.24. Umgearbeiteter Antinoos-Kopf auf nicht zugehörigem Torso eines Dionysos. Erworben 1925. Vorher in der Englischen Sammlung Donaldson. «An expression of dreamy repose» (Cornelia Harcum, 1927)
Tripolis (Lybien)



Tripolis, Archäologisches Museum, Inv. Nr. 12. Seit 1965 in einer Nische des Hauptflurs ausgestellt. Torso 1924 und Kopf 1925 in Hadrian's Thermalbad in Leptis Magna gefunden. «Un essere umano che diviene iddio» (Renato Bartoccini, 1929)
Tunis (Tunesien)



Tunis, Musée du Bardo, Inv. Nr. C.1222. Ausgestellt im "l’Odéon de Carthage". Der Kopf wurde im Odeon von Karthago im Februar 1912 gefunden. «Travail élégant et souple, yeux profonds et rêveurs, lèvres charnues et sensuelles» (Stéphane Gsell, 1913)

Turin



Turin, Museo di Antichità (früheres Glashaus des Königlichen Palastes), Inv Nr. II.128. Kopf des Antinoos. Seine Herkunft und der Zeitpunkt des Ankaufs durch die königlichen Sammlungen von Piedmont-Sardinia sind unbekannt, aber seine Existenz wird allgemein bis herab ins 18. Jh. angenommen. Der Kopf ist erstmals wissenschaftlich im Juli 1823 festgestellt worden, auf eine nicht zugehörigen Büste montiert und die Nase zweimal aufeinanderfolgend restauriert. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Büste entfernt (siehe die beiden Bilder zur Linken) und später die Spitze der Nase. Das erste Bild zeigt das gegenwärtige Aussehen. «Der Blick ist ernst und tiefsinnig, intelligent und ausdruckvoll» (Lorents Dietrichson, 1884)